|
Chemische Abwasserbehandlung
|
In der biologischen Reinigungsstufe findet z.Zt. auch eine chemische Phosphatfällung statt.
Phosphat ist ein Pflanzennährstoff und führt im Wasser zu übermäßigem Algenwachstum und damit zum Umkippen der
Gewässer. Schon 1 g Phosphat ermöglicht die Bildung von 100 g Algen. Phosphate gelangen u.a. über menschliche
Stoffwechselprodukte ins Abwasser.
|
 |
| Daten zur Phosphatelimination |
| Phosphorgehalt im Zulauf: | rd. 10 mg/l |
| Phosphorgehalt im Ablauf: | < 1 mg/l |
| Abbau: | rd. 97 % |
|

Bei der chemischen Phosphatfällung werden entsprechend dem Phosphatgehalt dem Abwasser Metallsalze zugegeben. Im
Klärwerk Hetlingen benutzt man dazu Eisensalze. Diese Eisensalze verbinden sich mit den gelösten Phosphorverbindungen
und bilden eine neue, unlösliche Phosphatverbindung.
Diese Art der Phosphatentfernung ist relativ einfach. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist, dass Salzreste im Abwasser
bleiben und damit die Gewässer aufsalzen. Inzwischen hat man eine bessere Möglichkeit entwickelt, Phosphate aus dem
Abwasser zu entfernen: Die "biologische Phosphatentfernung". Dabei verbleiben keine Rückstände im Abwasser. Bei dieser
Methode werden die Phosphate durch Mikroorganismen aufgenommen, die dann mit dem Klärschlamm zusammen entsorgt werden.
|
Zukünftig sollen im Klärwerk Hetlingen die Phosphate zuerst biologisch entfernt werden. Verbleibende Reste
können dann durch chemische Fällung weiter vermindert werden.
|
 |
 |
|