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Bei der Abwasserreinigung gibt es neben dem gereinigten Abwasser ein weiteres Produkt, den Klärschlamm. Je besser das
Abwasser gereinigt wird, um so mehr Klärschlamm fällt an, ca. 45.000 t/a entwässerter Schlamm allein im Klärwerk
Hetlingen. Diese Menge muss ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich verwertet werden.
Zuerst wird dem Schlamm Wasser entzogen, dann durchläuft er die Faulstufe. Hier wird der Schlamm ausgefault. Darunter
versteht man die Zersetzung organischer Stoffe durch sogenannte Methanbakterien.
Im Faulturm bauen diese Methanbakterien organische Schlammbestandteile bei 35 °C ab. Dieser Vorgang läuft streng
anaerob ab, d.h. es ist kein Luftsauerstoff vorhanden.
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Die Mikroorganismen müssen den für ihren Stoffwechsel benötigten Sauerstoff durch Abspalten aus vorhandenen
organischen Verbindungen gewinnen. Dabei wird Faulgas, ein hochwertiger Brennstoff, gewonnen.
Mit diesem Faulgas (Klärgas) wird in Hetlingen ein Blockheizkraftwerk betrieben, das rd. 50 % des Strombedarfs im
Klärwerks deckt. Mit der Abwärme der Gasmotoren werden die Faultürme beheizt. Durch die Schlammfaulung wird der
Schlammanfall (gemessen als Trockensubstanz) um ca. ein Drittel reduziert. Er sieht schwarz aus, ist besser
entwässerbar und riecht nicht mehr so unangenehm. Nach der Faulstufe wird der Schlamm auf Zentrifugen oder
Kammerfilterpressen entwässert, um Transport- und Lagerkosten zu minimieren. Nun kann der Schlamm getrocknet werden.
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