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Ver- und Entsorger im Anlagenbetrieb
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Seit Beendigung unserer Ausbildung sind wir im Geschäftsbereich Anlagenbetrieb im Schichtdienst tätig. Unser
Arbeitsplatz ist sozusagen im Gehirn der Kläranlage, in der zentralen Leitwarte. Wir haben nicht nur die Aufgabe, den
reibungslosen Transport des Abwassers aus den einzelnen Gemeinden und Städten nach Hetlingen zu überwachen, sondern in
erster Linie die Aufgabe, die mechanischen und biologischen Reinigungsprozesse am Laufen zu halten und vor allen Dingen
einen maximalen Wirkungsgrad der Kläranlage zu erreichen. Falls Störfälle auftreten, sind wir in der Lage einzugreifen
und wenn wir das Problem nicht selbst lösen können, rufen wir den entsprechenden Bereitschaftsdienst.
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Zur Überwachung der Kläranlage ziehen wir Abwasserproben, die im Labor überprüft werden. Damit stellen wir sicher, daß die
Kläranlage optimal läuft und das Abwasser gut gereinigt wird.
Wenn unsere Kollegen im Bereich der mechanischen und biologischen Reinigungsstufe Arbeiten durchführen müssen, die den
Klärprozeß stören könnten, müssen sie erstmal unser O.K. einholen, denn wir müssen sicherstellen, daß die Ablaufwerte des
Abwassers in die Elbe eingehalten werden.
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Unseren Beruf haben wir gewählt, weil er so vielseitig, abwechslungsreich und interessant ist. Wir sind hier in der
Lage, nicht nur handwerklich-technische, z. B. Schweißen, Schrauben, Mauern etc., sondern auch
analytisch-naturwissenschaftliche Arbeiten (wie Phosphatbestimmungen oder mikroskopische Untersuchungen) durchzuführen.
Wir als Ver- und Entsorger sind eigentlich diejenigen, die die Kläranlage "fahren". Für Leute, die gerne im Umweltschutz
tätig sind und die sich für Naturwissenschaften interessieren, ist dieser Beruf genau richtig. Das ist übrigens auch
das, was uns an diesem Beruf gefällt und weshalb wir ihn gewählt haben.
Christine Höhmann und Jan Groth
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